Freitag, 27. Mai 2011

Über unsere ReferentInnen

GILAD ATZMON

Gilad Atzmon ist ein in Israel geborener, britischer Jazzmusiker und Schriftsteller.

Als international gefeierter Jazz-Saxophonist und Komponist, ist er der Kopf des Orient House Ensembles und Bandmitglied der Blockheads.

Atzmon ist einer der meist-beschäftigten Jazz-Musiker in Europa. Seine neun bisher veröffentlichten Alben beschäftigen sich häufig mit der Musik des Mittleren Ostens. Er unterstützt das Rückkehrrecht der Palästinenser und die Ein-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt.

Atzmon schreibt über politische und soziale Themen sowie über die jüdische Identität, Ideologie und Kultur. Seine Publikationen werden weltweit über zahlreiche Pressestellen veröffentlicht. Seine beiden Romane Guide to the Perplexed und My One and Only Love wurden bereits in viele Sprachen übersetzt.

Atzmon’s neues Buch The Wandering Who? A Study of Jewish Identity Politics, das im Herbst 2011 erscheinen wird, wurde von einigen der berühmtesten Gelehrten des israelisch-palästinensischen Konfliktes als bahnbrechende Studie gelobt.

Seit 1994 lebt Gilad Atzmon in London.

http://www.gilad.co.uk/



RAMZY BAROUD

Der palästinensische  Autor und Journalist stammt aus Gaza und lebt in den USA. Er ist Herausgeber des Palestinian Chronicle. Sein jüngstes Buch, „My Father Was a Freedom Fighter – Gaza’s Untold Story“, ist 2011 bei PlutoPress, London erschienen.
Artikel von Ramzy Baroud sind in zahlreichen  weltweit gelesenen Zeitungen erschienen. Die Liste reicht von der amerikanischen Washington Post über die ägyptische Al-Ahram bis zur Asia Times; Beiträge von ihm finden sich in beinahe jeder englischsprachigen Publikation zum Nahen Osten.
Neben Auftritten in  zahlreichen Radio- und Fernsehprogrammen, u. a. CNN, BBC, Al Jazeera, und als Gastredner bekannter Universitäten hat Ramzy Baroud drei Bücher geschrieben: Searching Jenin – An Eye Witness Account über den israelischen Einmarsch in das Flüchtlingslager von Dschenin; The Second Palestinian Intifada über die zweite Intifada, und, vor kurzem erschienen, My Father was a Freedom Fighter, in dem Baroud die Geschichte Gazas an Hand der Geschichte seiner Familie und seines Heimatdorfes erzählt.




Mit dieser Thematik wird sich Ramzy Baroud auch in Freiburg beschäftigen. Sein Vortrag trägt den Titel A Gaza Story: Challenging History through NarrationEine Geschichte aus Gaza: Die (offizielle) Geschichte durch erlebte und erzählte Geschichten in Frage stellen.

http://www.ramzybaroud.net/
http://palestinechronicle.com/


ALAN HART

Alan Hart war Korrespondent bei ITN und BBC und hat über Kriege und Konflikte aus allen Krisenregionen der Welt berichtet. Sein Spezialgebiet ist der Mittlere Osten. 
Im Auftrag des UN-Sicherheitsrats war er an inoffiziellen diplomatischen Missionen zur Friedenssuche beteiligt.

Als seine wichtigsten Erfahrungen bezeichnet er selbst vertrauliche Gespräche, vor allem diejenigen,  die er mit der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir und dem Palästinenserführer Jassir Arafat führte Dabei wurde ihm der Unterschied bewusst zwischen dem, was politische Führer in der Öffentlichkeit sagen und dem, was sie in Wirklichkeit glauben und fürchten.
Auch Moshe Dayan, Shimon Peres, Nasser, Sadat, King Faisal, King Hussein und viele Andere zählten zu seinen Gesprächspartnern .
 
In den Augen von Alan Hart ist eine der Grundvoraussetzungen für einen gerechten Frieden in Nahost die Wahrheit. Der Unterschied  zwischen zionistischer Mythologie und historischer Wahrheit muss offen gelegt werden.  
 
2009 und 2010 erschien Alan Harts dreibändiges Werk Zionism, the Real Enemy of the Jews. Darin zeigt er, welche Rolle Propaganda-Lügen und nachweisbare historische Fakten bei der Entstehung und Aufrechterhaltung des palästinensisch/israelischen Konflikts spielen.

In Freiburg wird er sich mit der Rolle der Medien bei der Unterdrückung der Wahrheit über den Zionismus beschäftigen.

http://www.alanhart.net/

EVELYN HECHT-GALINSKI
 

Evelyn Hecht-Galinski, deutsche Publizistin aus dem hinteren Kandertal, ist die Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Sie tritt seit Jahren für einen gerechten Frieden zwischen Palästina und Israel ein.

Ihre Kritik richtet sich sowohl gegen die einseitig Israelhörige Linie des Zentralrats der Juden in Deutschland als auch gegen die israelische Apartheidspolitik. Dies führte in der Vergangenheit immer wieder zu Antisemitismusvorwürfen, wogegen sich Frau Hecht-Galinski vehement wehrt. Antisemitismus und Antizionismus haben nichts gemeinsam, im Gegenteil - Israelkritik mit Antisemitismus gleich zu setzen birgt die Gefahr in sich, echten Antisemitismus zu verharmlosen.

Evelyn Hecht-Galinski schreibt monatliche Kolumnen für die Neue Rheinische Zeitung. Sie spricht auf Vorträgen über die Situation im Nahen Osten und übt an der unerträglichen Situation der PalästinenserInnen scharfe Kritik.

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16776


KEN O´KEEFE


Ken ist irisch-amerikanischer Aktivist und ehemaliger U.S. Marinesoldat, der 1991 im Golfkrieg diente. In der Folge sprach er offen über den Gebrauch von angereichertem Uran als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“   sowie über das amerikanische Militär, das Soldaten mit experimentellen Drogen, die im Zusammenhang mit dem „Golfkrieg-Syndrom stehen, als „menschliche Versuchskaninchen“ benutzt hat.

Ken wurde durch seine Aktion „menschlicher Schutzschild“ im Irak und als einer der Überlebenden des israelischen Angriffs auf die MV Mavi Marmara im Mai 2010 bekannt.

Am 7. Januar 2004 verbrannte Ken seinen amerikanischen Pass aus Protest gegen den „amerikanischen Imperialismus“ und rief die amerikanischen Truppen auf, sich unverzüglich aus dem  Irak zurückzuziehen. Er ersetzte seinen amerikanischen Pass durch einen „Welt-Pass“ und erklärte sich daraufhin als „Welt-Bürger“ mit der „ultimativen Treuepflicht gegenüber meiner gesamten Welt-Familie und dem Planeten Erde“. Er besitzt ausserdem die irische und die palästinensische Staatsbürgerschaft.

Im November 2010 reiste er nach Gaza, wo er sechs Monate lang lebte und das „Samouni Project Community Center“ gründete.
Der Plan für dieses Projekt sieht vor, mit einem LKW-Konvoi  von London nach Gaza zu fahren, als Teil des „Samouni InterTrade Palestine“ – einer internationalen sozialen Handelsgesellschaft.
„Wir wollen nicht einfach nur das Leid der Menschen in Gaza lindern. Unser oberstes Ziel ist es, das vermeidbare, Blockade-bedingte Leid zu beenden. Wir erkennen den Verlust der Würde, der entsteht, wenn  ein Volk gezwungen ist, von humanitärer Hilfe abhängig zu sein. Wir konzentrieren uns auf die Wurzeln des Problems und haben es uns deshalb zur Aufgabe gemacht, humanitäre Hilfe durch Handel zu ersetzen“.


http://worldcitizen.uk.net/









Donnerstag, 26. Mai 2011

DIE MODERATOREN

ULRIKE VESTRING

Ulrike Vestring macht Übersetzungen und eigene Texte. Nach Jahren in arabischen Ländern und in Pakistan lebt sie in Bonn. Sie ist Gründungsmitglied im Internationalen Frauenzentrum Bonn e.V. und arbeitet in einer lokalen Palästina-Solidaritätsgruppe mit. Im Rahmen der FrauenWegeNahost engagiert sie sich für traumatisierte Frauen und Kinder in Gaza (HOFFNUNGSVÖGEL) und darüber hinaus für eine gerechte Lösung im Nahen Osten.

DR. TILMAN LÜDKE

Dr. Tilman Lüdke wurde 1970 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach dem Abitur studierte er zunächst in Freiburg Islamwissenschaft und Neuere/Neueste Geschichte. Nach Aufenthalten in Syrien und Ägypten ging er 1993 nach Großbritannien, wo er an der Universität Oxford den Master erwarb. Nach einem anderthalbjährigen Aufenthalt in Istanbul, wo er u.a. an der Koç University unterrichtete, begann er seine Promotion in Oxford, die er im Sommer 2001 abschloss.
Nach der Promotion arbeitete er zunächst für zwei Jahre an der Eastern Mediterranean University in Famagusta, Nordzypern. 2004 bis 2007 arbeitete er am Lehrstuhl für Westasiatische Geschichte der Universität Erfurt als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit Januar 2009 ist er Senior Researcher für den Bereicht Naher/Mittlerer Osten beim Arnold-Bergstraesser-Institut in Freiburg.
Dr. Lüdkes Forschungsinteresse gilt vor allem der Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens im späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, unter besonderer Berücksichtigung der Interaktion dieser Region mit Europa. Ebenso beschäftigt er sich mit Themen wie Islam und Nationalismus sowie sozialen und ethnischen Konflikten in der Region bis zur Gegenwart.

PROFESSOR DR. DR. BERNHARD UHDE

Bernhard Uhde wurde 1948 in Augsburg geboren. Nach seinem Abitur am humanistischen Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt am Main studierte er Katholische Theologie, Philosophie, Religionswissenschaften und Alte Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. 1973 wird er mit seiner Arbeit Erste Philosophie und menschliche Unfreiheit. Studien zur Geschichte der Ersten Philosophie. Teil I: Von den Anfängen bis Aristoteles in Philosophie an der Universität Freiburg promoviert. Die Dissertation wird mit dem Preis der Wissenschaftlichen Gesellschaft 1977 ausgezeichnet. 1982 habilitiert er sich für das Fach Religionsgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit der Schrift "Gegenwart und Einheit. Versuch über Religion".
Bernhard Uhde ist seit 2001 Professor an der Universität Freiburg für das Fach Religionswissenschaft, seit 2004 Honorarprofessor an der Katholischen Hochschule Freiburg für die Fächer Religionswissenschaft und Religionsphilosophie sowie seit 2011 Honorarprofessor für das Fach Interreligiöse Kommunikation an der Deutschen Universität in Armenien (DUA) zu Eriwan sowie seit 2011 Honorarprofessor für die Fächer Religionswissenschaft und Religionsphilosophie an der Sulkhan-Saba Orbeliani Lehruniverität zu Tiflis. Er hatte Lehraufträge an Hochschulen im In- und Ausland für das Fach Religionswissenschaft. Außerdem ist Uhde Gastprofessor an der Fakultät für Römisch-Katholische Theologie der Universitatea "Babes-Bolyai" Cluj-Napoca in Klausenburg, Rumänien. Uhde ist zudem an verschiedenen anderen Instituten als Referent tätig. Er ist seit 2003 Mitglied des Kuratoriums der Stiftung des Landes Baden-Württemberg "Humanismus heute". Seit 2006 ist Uhde für die "Edition Forum Humanum" tätig, die mit Förderung der "Udo Keller Stiftung Forum Humanum" zu Neversdorf in Zusammenarbeit mit dem neubegründeten "Verlag der Weltreligionen" (Frankfurt) die Herausgabe bedeutender Texte aus den Weltreligionen vornimmt. Seit 2010 bereitet er ein "Berufsbegleitendes Kontaktstudium für Spiritualität und Interkulturalität" an der Universität Freiburg vor, das von der "Gemeinnützigen Akademie West-Östliche Weisheit" zu Holzkirchen/Unterfranken gefördert wird.
Uhde ist seit 2005 Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, von 2007 bis 2010 war er Leitender Komtur der Komturei St. Albertus Magnus zu Freiburg.
2008 wurde Uhde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) für seine "vielfältigen Verdienste um den interreligiösen Dialog im In- und Ausland" ausgezeichnet.

Mittwoch, 25. Mai 2011

PROJEKTVORSTELLUNGEN

Projekt 1
P A L Ä S T I N A - Reisen zu den Menschen – „kommt und seht…!“

der erste Reiseführer, für das künftige Palästina allein, 244 Seiten, reich bebildert, kürzlich im Reise Know How Verlag erschienen, wird mit dessen Entstehungsgeschichte von seinem Initiator, Hans Werner v Wedemeyer Gernsbach, vorgestellt.


Projekt 2 Marcello Faraggi
Der Überfall - DVD-Projekt über die erste Friedensflotille nach Gaza

Im Mai vergangenen Jahres ging die Nachricht um die Welt: israelische Soldaten stürmten die Friedensflotille nach Gaza und töteten neun Teilnehmer. Dem Filmemacher Marcello Faraggi gelang es als einzigem deutschsprachigen Journalisten den Überfall nicht nur zu filmen sondern den Chip mit den Filmaufnahmen von dieser schrecklichen Nacht trotz Gefängnisaufenthaltes in Israel nach Europa zu schmuggeln. Ein Jahr später hat er seinen Film fertig gestellt, der vielen offenen Fragen nach dem Überfall behandelt. Er wird ein Spenden-Projekt vorstellen, damit der Film auf DVD erscheinen kann. Mehr Infos unter: www.derüberfall.de

Die Internet-Plattform www.pling.de wirbt nun bundesweit für das DVD-Projekt "Der Überfall".
So kann demnächst der fertige Film über die Erste Hilfsflotille nach Gaza vom letzten Jahr bald auf DVD heraus kommen (52 min. 16:9 in HD).



Projekt 3
Wir weigern uns Feinde zu sein - Deutsche Jugendliche unterwegs im Krisengebiet Nahost
Auf einer einzigartigen Begegnungsreise erfahren zwölf junge Deutsche unmittelbar den Nahost-Konflikt. Begleitet werden sie dabei von einer Israelin und einem Palästinenser.   Mit im Gepäck: das Buch des Friedensforschungsinstituts PRIME in Jerusalem  „Das historische Narrativ des Anderen kennen lernen – Israelis und Palästinenser“.
Film und Medienpaket für die Bildungsarbeit von Stefanie Landgraf & Johannes Gulde
O89 3543118    info@terramedia-online.de


Projekt 4
HOFFNUNGSVÖGEL Hilfe für traumatisierte Frauen und Kinder in Gaza

FrauenWegeNahost sind ein Kreis engagierter Frauen, die sich für Gerechtigkeit im Nahen Osten einsetzen. Wenige Wochen nach dem israelischen Überfall auf Gaza 2008/09 beschlossen wir, einer besonders betroffenen Gruppe zu helfen: psychisch traumatisierten Frauen und Kindern. Wir bieten diesen Menschen eine dringend benötigte psychotherapeutische Unterstützung an. Sie wird vor Ort organisiert von unserer Partnerorganisation, der Palestinian Working Woman’s Society for Development (PWWSD), einer parteiunabhängigen und säkularen Vereinigung berufstätiger palästinensischer Frauen.